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Normalwerte der Katze Gesundheitsvorsorge PKD1 ==> genetisch bedingte Erkrankung Gefährliche Infektionskrankheiten Leichtere Erkrankungen Auch Vitamine können gefährlich sein




Die gesunde und die kranke Katze!


Nimmt Ihre Perserkatze lebhaften Anteil an ihrer Umwelt, zeigt ein normales Verhalten, ist gut genährt, trägt ein dichtes glänzendes Fell, hat klare leuchtende Augen und putzt sich ausdauernd, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Ihr Tier gesund ist.




Normalwerte der Katze


Temperatur: 37,8°C bis 39,2°C
Atmung: 20 bis 40 mal in der Minute
Pulsschläge: 100 bis 140 pro Minute
Aussehen des Kotes: feuchtweich, dunkelgrau bis braun, gut geformt
Aussehen des Urins: klar, gelb, beim geschlechtsreifen Kater unangenehmer Geruch

Wenn Sie jeden Tag beim täglichen Kämmen das Verhalten Ihrer Perserkatze aufmerksam beobachten, merken Sie schnell, ob ihr etwas fehlt. Beim Füttern sehen Sie die verzehrte Menge, und beim Reinigen der Toilette betrachten Sie genau die Ausscheidungen Ihrer Katze.


Krankheitszeichen können sein: Verminderter Appetit, rasches Abmagern, plötzlich auftretende Verhaltenveränderungen, Teilnahmslosigkeit, Vernachlässigung der Körperpflege (plötzliche Unsauberkeit), stumpfes Fell, Haarausfall, Jucken, häufiger Drang Kot und Urin abzusetzen, Umfangvergrößerung des Leibes, ständiges Erbrechen, gesteigerter Durst, Durchfall.




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Gesundheitsvorsorge


Das Entwurmen:

Katzen werden häufig von Spulwürmern befallen. Erwachsene Tiere infizieren sich durch die Wurmeier, die sie vom Boden oder vom Fell aufnehmen. Katzenbabys bekommen die Würmer bereits durch die Muttermilch mit. Bandwürmer sind dagegen bei Perserkatzen seltener, denn Perserkatzen leben vorwiegend in der Wohnung und kommen daher mit Mäusen, die Überträger der Bandwürmer sind, kaum in Berührung. Würmer schwächen die Widerstandskraft gegen Infektionskrankheiten und können den Impfschutz beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie bei ihrer Perserkatze regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren lassen, ob sie frei von Würmern ist und mehrmals jährlich eine Wurmkur durchführen.


Impfungen gegen Infektionskrankheiten:

Auf Impfungen sollten Sie niemals verzichten, sie sind wichtige Vorsorgemaßnahmen für die Gesunderhaltung Ihrer Katze und Schutz für Ihre eigene Gesundheit.



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PKD1 ==> genetisch bedingte Erkrankung


PKD1 - die Polyzystische Nierenerkrankung (Polycystic Kidney Disease):


PKD ist eine genetisch bedingte Erkrankung und daher nicht heilbar. Der Erbgang ist autosomal dominant, was bedeutet, dass selbst mischerbige Tiere, die nur eine Kopie des Defektgens tragen, mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später erkranken werden. Erstmalig wurde diese Erkrankung bereits 1967 beschrieben und tritt heute bei folgenden verschiedenen Rassen auf:

Perser und Perser-Einkreuzungen *
Exotics Colourpoints
American und British Kurzhaar
Scottish Folds
Selkirk Rex
Burmillas
Maine Coons
Ragdoll
Kartäuser
Norwegische Waldkatzen


* Es ist völlig egal ob es sich um einen Perser des amerik. Typs oder einen Perser des europ. Typs handelt. Es gibt tatsächlich Aussagen das man die Perser des europ. Typs nicht PKD testen lassen muss, da diese Krankheit nur den Perser des amerik. Typs betreffen. Diese Aussage entspricht definitiv nicht der Wahrheit. Egal um welchen Typ Perser es sich handelt, ein PKD-Test sollte von einem gewissenhaften Züchter IMMER vorgelegt werden können!!!


Man schätzt, dass je nach Rasse 10 bis 50 % der Tiere Träger des Defektgens sind. Dies unterstreicht die große Bedeutung, die diese Erkrankung für die Katzenhaltung und -zucht hat. Seit 1990 wird die PKD eingehender untersucht und im Rahmen von Studien wird versucht, Licht in die Entstehung und den Verlauf dieser Erkrankung zu bringen.


Was ist PKD und was bewirkt diese Krankheit bei Katzen?

Es handelt sich um eine vererbbare Erkrankung (autosomal dominant), die bereits bei Jungtieren nachgewiesen werden kann. Wie der Name bereits aussagt, bilden sich in den Nieren der betroffenen Katzen flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Zysten). Diese Zysten sind anfänglich klein und in geringer Anzahl vorhanden. Mit den Jahren werden diese Veränderungen zunehmend grösser und verdrängen das funktionelle Nierengewebe zusehends. Während einer gewissen Zeit vermag das noch intakte Nierengewebe den funktionsunfähigen Anteil zu kompensieren. Ab einem gewissen Grad, d.h. wenn mehr als ca. 60 bis 70 % der Nieren verändert sind, vermögen sie ihre Funktion nicht mehr zu erfüllen. Die normalerweise mit dem Urin ausgeschiedenen Abbauprodukte verbleiben im Blut und führen zu Krankheitssymptomen wie Erbrechen, Apathie, Abmagerung, vermehrtem Trinken und gesteigerten Harnlassen. Ein auffallender Unterschied, wann und wie schnell die einzelnen Katzen an der Krankheit erliegen,besteht darin, wie schnell diese bei den einzelnen Tieren fortschreitet. Es besteht aber die Möglichkeit, dass sich die Krankheit erst so spät im Leben der Katze entwickelt, so dass die Katze aus anderen Gründen stirbt bevor die Nieren versagen. Wie auch immer, wenn die Zysten anfangen zu wachsen und dadurch Probleme verursachen, ist am Ende ein Nierenversagen sicher. Einige Nierenzysten haben sich ausgebreitet und wurden auch in anderen Organen wie der Leber und der Gebärmutter gefunden.


Auf dem linken Bild sehen Sie eine Niere von einer gesunden Katze. Auf dem rechten Bild ist eine Niere abgebildet von einer 6 Wochen alten Katze. Man kann schon deutlich die Bildung der Zysten erkennen.


Auf diesem Bild sehen Sie die Niere einer erwachsenen Katze deren PKD-Erkrankung mittlerweile das Endstadium erreicht hat.


Behandlung

Eine Therapie, die das Fortschreiten dieser Erkrankung verhindert oder gar eine Wiederherstellung der veränderten Nieren bewirkt, gibt es nicht. Durch die Einhaltung einer konsequenten Diät mit protein- und phosphatarmem Futter lassen sich die Symptome lediglich mildern.


Vererbung

Die PKD tritt unabhängig vom Geschlecht auf. Durch die im genetischen Verlauf beobachtete Dominanz erkranken, falls ein Elterntier Träger dieser Krankheit ist, mindestes 50% der Nachkommen ebenfalls an der PKD. Sind die Elterntiere PKD-Gen-negativ getestet, so sind die Nachkommen dieser Tiere ebenfalls PKD-negativ.


Nachweis der PKD

Ein Gentest, der seit kurzem zur Verfügung steht, bietet jetzt die Möglichkeit, eindeutige Informationen über die genetische Veranlagung des Tieres bezüglich PKD zu erhalten. Der Test ist unmittelbar nach der Geburt einer Katze möglich und hat den großen Vorteil, dass nicht mehr mindestens ein Jahr gewartet werden muss, bis über eine Ultraschalluntersuchung Zysten nachgewiesen werden können. Auch ist der Gentest im Gegenteil zur Ultraschalluntersuchung sicher. Betroffene Tiere können also sehr frühzeitig entsprechend behandelt werden, um einer Erkrankung vorzubeugen. Der Gentest ermöglicht eine zuverlässige Aussage ob ein Tier Anlageträger ist. Über das Testergebnis wird ein Zertifikat ausgestellt, in dem der Genotyp des Tieres dargestellt ist. Die Untersuchung erfordert in der Regel nur 3 Tage. Weitere Hinweise siehe z.B. http://www.biofocus.de


Wie bringt ein Züchter PKD aus seiner Zucht?

PKD ist das Ergebnis eines "autosomal dominanten" Gens und es ist daher relativ einfach aufzuspüren und auszuschließen. Alle zur Zucht verwendeten Katzen sollten VOR ZUCHTBEGINN per Gentest untersucht werden, um vorhandene Anlageträger zu erkennen. Wenn ein positives Ergebnis vorliegt und es möglich ist, dann lassen Sie die Elterntiere testen. Jede Kätzin und jeder Kater, bei denen diese Nierenveränderung nachgewiesen wird, muss durch Ausschluss von der Zucht an der Weitergabe dieser Krankheit gehindert werden. Auf diese Weise kann dieses genetische Gesundheitsproblem ausgeschlossen werden!


Nach dem neuen Tierschutzgesetz (§ 11 b) ist es gesetzlich verboten mit PKD positiven Tieren zu züchten, da dies unter den Qualzucht-Paragraphen fällt!!!



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Gefährliche Infektionskrankheiten



Katzenseuche (Panleukopenie):

Mögliche Krankheitszeichen: Erbrechen, Durchfall, Leibschmerzen (Schmerzäußerung des Tieres bei Berührung), Apathie, Fieber, Austrocknung des Körpers.
Behandlung: Eine Behandlung ist in den meisten Fällen aussichtslos, die Impfung der sichere Schutz vor einer Infektion.


Katzenschnupfen:

Unter "Katzenschnupfen" werden verschiedene Erkrankungen der Kopfschleimhäute, der Nase und der Atemwege zusammengefaßt.
Mögliche Krankheitszeichen: Tränende Augen, bis hin zu eitrigem Ausfluß, verklebte Nasenlöcher, oft auch Niesen und Atembeschwerden. Häufig, aber nicht immer sind die Tiere apathisch.
Behandlung: Sofort zum Tierarzt! Manchmal übersteht eine Katze die Krankheit recht gut, denn es gibt auch harmlose Verlaufsformen. In vielen Fällen jedoch endet sie für das Tier tödlich. Gegen die gefährlichsten Schnupfenviren (Herpes- und Calciviren) gibt es eine Impfung.


Tollwut:

Die Tollwut ist eine meldepflichtige Virusseuche. Sie kann durch Biss auf ein anderes Tier und auf Menschen übertragen werden.
Krankheitszeichen: Verhaltensveränderungen, Speichelfluß oder Lähmungen.
Behandlung: Es gibt keine Heilungsmöglichkeit, der Verlauf ist immer tödlich. Perserkatzen, die gelegentlich auslauf haben, sollten unbedingt jährlich gegen Tollwut schutzgeimpft werden. Für Katzen, die auf Ausstellungen oder ins Ausland reisen, ist die Impfung gesetzlich vorgeschrieben.


Leukose (Katzenleukämie):

Mögliche Krankheitszeichen: Häufig nicht erkennbar, da Leukose verschiedene Erscheinungsformen haben kann; Abmagern, mangelnde Immunabwehr, Lymphknotenschwellung und Anämie (Blutarmut).
Behandlung: Die Leukose ist in keinem Fall heilbar. Erkrankte Tiere unbedingt von gesunden trennen!!! Mit einem Leukose-Test kann man feststellen, ob die Katze infiziert ist. Es gibt einen Impfstoff, der sicheren Schutz vor dieser tödlichen Krankheit bietet.


FIV (Feline Immundefizienz-Virus):

Erst seit kurzer Zeit (1987) ist bekannt, dass bei Katzen ein Virus verbreitet ist, das dem menschlichen AIDS-Virus sehr ähnlich ist. Dieser Virus kann bei Katzen Krankheitserscheinungen auslösen, die aber nicht zum Tode führen müssen.
Mögliche Krankheitszeichen: Die Symptome sind so unklar und unspezifische, dass die Krankheit nur sehr schwer zu diagnostizieren ist. Seit Anfang 1989 steht dem Tierarzt ein einfacher Test zum Virusnachweis zur Verfügung.
Behandlung: Eine Heilungsmöglichkeit besteht derzeit nicht.


Infektiöse Bauchfellentzündung (FIP = Feline infektiöse Peritonitis):

Krankheitszeichen: Im typischen Fall vermehrter Leibesumfang durch Flüssigkeitsansammlung in der Bauch- und Brusthöhle, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Lethargie, Fieber, Tumore. Oft gibt es auch untypische Verlaufsformen, die ohne charakteristische Erscheinungen rasch zum Tode führen.
Behandlung: Sofort zum Tierarzt!!! Allerdings ist eine Therapie bis jetzt noch nicht möglich; die Krankheit ist also unheilbar. Seit 1991 wird in den USA ein Impfstoff mit Erfolg gegen die FIP-Erkrankung der Katze eingesetzt; seit 1993 ist er auch in Deutschland zugelassen.




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Leichtere Erkrankungen



Erbrechen

Krankheitszeichen: Erbrechen der Mahlzeiten unter heftigen Würgebeschwerden und hustenartigen Geräuschen.
Mögliche Ursachen: Katzen erbrechen von Natur aus sehr leicht. Sie nehmen sogar Gras- und Pflanzenteile aus, um erbrechen zu können. Besonders Perserkatzen erbrechen öfter die bei der Fellpflege verschluckten Haare, indem sie sie als Haarwürste herauswürgen. Die Würgebewegungen und Geräusche werden oft fälschlicherweise als Husten gedeutet. Hält das Erbrechen jedoch länger an, und erbricht die Katze nach jeder Mahlzeit, liegt eine ernsthafte Erkrankung vor.
Behandlung: Bei anhaltendem Erbrechen sofort den Tierarzt aufsuchen!




Verstopfung

Krankheitszeichen: Die Katze sucht die Toilette auf und versucht, oft vielmals am Tag, unter heftigem Pressen den Darm zu entleeren. Bei längerem Kotverhalten wird der Leib dicker und der Appetit lässt nach.
Mögliche Ursachen: Unter Verstopfung können besonders häufig ältere Perserkatzen leiden. Bewegungsmangel scheint hier begünstigend zu wirken. Oft verlegen Haarbälle den Darm und verursachen so eine Verstopfung.
Behandlung: Bei vielen Katzen kann man durch Gabe Milch, roher Leber oder Milz (NICHT VOM SCHWEIN!!!) der Verstopfung entgegenwirken. Eine behutsame Massage des Bauches und die Eingabe eines Klistiers können Abhilfe schaffen. Um der Verstopfung durch Haarbälle vorzubeugen, sollten Sie ihre Perserkatze ab und zu etwas Butter oder Margarine geben (stehen unsere Katzen total drauf!). Hält eine Verstopfung längere Zeit an oder tritt sie immer wieder auf, müssen Sie mit dem Tier einen Tierarzt aufsuchen.




Durchfall

Krankheitszeichen: Breiiger Kot, verschmutztes Fell in der Aftergegend.
Mögliche Ursachen: Störung der Darmtätigkeit, besonders bei kleinen Kätzchen. Ist die Katze sonst munter und zeigt ein normales Verhalten, besteht zunächst kein Grund zur Besorgnis.
Behandlung: Das Futter muss sofort entzogen und es muss darauf geachtet werden, dass die Katze viel trinkt, um den Flüssigkeits- verlust auszugleichen. Nach einem Fastentag können Sie beginnen, dem Tier geringe Mengen von gekochtem Fleisch, gekochter Leber, Trocken- und Dosenfutter anzubieten. Zeigt der Kot wieder seine normale Konsistenz, können Sie zur üblichen Fütterung - ausgenommen rohe Leber und Milch - übergehen. Wenn sich der Durchfall immer wieder einstellt, muss unbedingt der Tierarzt hinzugezogen werden.

Hier noch Medikamente mit denen ich gute Erfolge bei Durchfallerkrankungen meiner Tiere hatte (ersetzt aber nicht den Gang zum TA!).
Lactogel: Diätfuttermittel für Hunde und Katzen bei und nach akutem Durchfall zur Linderung akuter Resorptionsstörungen des Darmes.
oder
Enterosel HK Gel: Zur Versorgung von Hunden und Katzen mit kolostralen Schutzstoffen zur Erhöhung der Widerstandskraft bei Durchfall- erkarnkungen bzw. zur Unterstützung therapeutischer Maßnahmen.
oder
Perenterol 50 mg Kapseln: kann man in etwas Wasser auflösen und der Katze ins Maul geben.



Zahnfleischentzündungen

Krankheitszeichen: Oft gemeinsam mit Zahnstein (grau-weißer bis bräunlicher Belag) tritt ein widerlicher Mundgeruch und eine hartnäckige Zahnfleischentzündung auf. Das Zahnfleisch ist dunkelrot verfärbt und kann unter Umständen leicht bluten.
Mögliche Ursachen: Veranlagung, manchmal auch innere Erkrankungen.
Behandlung: Sofort zum Tierarzt!

Hier noch Medikamente, die ich bei Zahnfleischentzündungen verwendet habe (auch hier ersetzt es nicht den TA!).
Denticur Guard LA Gel
oder
Cleorobe 25 g, 2x1
oder
Mercurius cyanatus D12 Streukügelchen, 3 x 5 Stück/Tag.


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Auch Vitamine können gefährlich sein


Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln! Wer seine Katze besonders gesund ernähren oder sie mit zusätzlichen Leckerchen verwöhnen will, kann des Guten schnell zu viel tun, wenn dabei Vitamine gefüttert werden, von denen ein Zuviel schädlich ist.
Spinat, Brokkoli, Äpfel, Mohrrüben - all das sollte auf unserem Speiseplan stehen, denn Obst und Gemüse enthalten lebenswichtige Vitamine. Aber wie schaut es bei den Katzen aus? Auch unsere Stubentiger benötigen Vitamine - diese steuern Stoffwechselvorgänge, halten Haut, Organe und Knochen gesund, und ein Mangel kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Weil der Katzenkörper lediglich die Vitamine C und D selbst produzieren kann, ist Mieze darauf angewiesen, die restlichen Vitamine extern aufzunehmen, und zwar über die Nahrung.

Fertigfutter reicht aus!

Grundsätzlich teilen sich Vitamine in die fettlösliche (dazu zählen A, D, E und K) und in die wasserlösliche Gruppe (B und C, Biotin) auf. Wer qualitätsvolle Fertignahrung füttert, der kann davon ausgehen, dass alles, was der Stubentiger braucht, auch ausreichend darin enthalten ist. Wer dagegen selber für seine Samtpfote den Kochlöffel schwingt, der muss sehr genau darauf achten, dass keine wichtigen Inhaltsstoffe fehlen, und in Absprache mit einem Ernährungsexperten Taurin, Mineralien und Vitamine zusetzen. Ob Nahrungsergänzungsmittel dagegen sinnvoll sind, darüber streiten sich die Experten. Während für die einen die Gabe solcher Präparate in manchen Fällen empfehlenswert ist, halten es die anderen für überflüssig, ja sogar schädlich. Bevor Sie Nahrungsergänzung (dazu gehören alle Arten von Vitamintabletten, "Bonbons" etc.) verfüttern, sollten Sie daher unbedingt erst einmal Ihren Tierarzt fragen, ob Ihr Stubentiger diese überhaupt braucht. Denn während übermäßige Vitamin-B-Zufuhr als nicht schädlich gilt, verhält es sich z. B. bei zuviel Vitamin A anders, hier kann ein Zu viel ganz schönen Schaden anrichten. Hier ist ein Überblick der relevanten Vitamine für Ihre Katze zusammengestellt. So erfahren Sie wöfür sie benötigt werden und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind.


VITAMIN A: Zelle 2
Nötig für: Wachstum, Haut, Augen (gute Nachtsicht), Schleimhäute. Zu wenig Vitamin A fördert das Krankheitsrisiko.
Enthalten in: : Milchprodukten, rohe Leber, Niere (Achtung, NIE rohes Schweinefleisch verfüttern!), Eigelb. Auch Mohrrüben weisen viel Vitamin A auf, jedoch können Katzen das Provitamin Karotin im Körper nicht zu Vitamin A umwandeln - die Gabe von Karotten ist daher nutzlos.
Menge: Dieses Viatmin wird im Körper gespeichert, darf also nicht im Übermaß verfüttert werden - im Übermaß droht eine Vitamin-A-Vergiftung, die zu Schäden am Skelett führen kann.
VITAMIN B: Zelle 2
Nötig für: Stoffwechsel, Wachstum, Haut,
Enthalten in: : Getreideprodukten, Fleisch,
Menge: Anders als beim Vitamin A ist zuviel Vitamin B unschädlich, da der Körper in der Lage ist, dieses auszuscheiden.
VITAMIN C: Zelle 2
Nötig für: Immunsystem, Abwehrkräfte, Zahnfleisch, Hormonproduktion, Wundheilung,
: Kann vom Körper selbst in den notwendigen Mengen gebildet werden, und zwar durch Umwandlung von Glukose, Zugabe von Vitamin C nur bei fieberhaften Erkrankungen notwendig.
VITAMIN D: Zelle 2
Nötig für: Knochenaufbau, Darmfunktion, Milchdrüsen, Gebärmutter, Niere,
Enthalten in: : Milchprodukten, Eigelb, Hefe, Fisch, Leber,
Menge: Freigänger haben hier ein Plus, ihr körper kann mithilfe des Sonnenlichtes Vitamin D3 selbst herstellen. Ein Mangel kann zu Rachitis führen, schädlich ist aber auch ein Überangebot von Vitamin D: Kalkablagerungen der Gefäßwände und in Lunge und Niere sind die Folge.
VITAMIN E: Zelle 2
Nötig für: Stoffwechsel, Fruchtbarkeit, Blutbildung, Schutz der Zellen, Gehirn, Haut, Immunsystem,
Enthalten in: : Milchprodukten, Eigelb, Fisch, Leber, Pflanzlichen Ölen,
Menge: Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Vitamin E zuführt, riskiert Leberschäden.
VITAMIN K: Zelle 2
Nötig für: Blutgerinnung, Muskulatur, Immunsystem, Krebsvorbeugung, Wundheilung,
Enthalten in: : Milchprodunkten, Geflügel, Innereien, Eigelb, Gemüse,
Menge: Zusätzliche Gabe bei gesunden Tiere nicht notwendig.
VITAMIN H: Zelle 2
Nötig für: Fell, Haut,
Enthalten in: : Eigelb, Innereien,
Menge: Zusätzliche Gabe nicht notwendig.

Grundsätzlich gil also:
Sie können Ihrer Katze ruhig hin und wieder ein Eigelb schlabbern lassen oder ihr ein kleines Stück Rinderleber (Tierärzte sagen max. 30 g pro Woche für eine 4-Kilo-Katze) verfüttern. Ansonsten ernähren Sie Ihren kleinen Tiger möglichst ausgewogen und achten Sie auf qualitätvolles Futter - dann ist auch eine ausreichende Vitaminzufuhr gewährleistet, ohne dass Sie auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen oder Angst haben müssen, dass er in Sachen Vitaminen unterversorgt ist.

Quelle: Geliebte Katze 8/2009, Melanie Bäumel





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